Einführung in die Lerntherapie: Was ist es und wie funktioniert es

Einführung in die Lerntherapie: Was ist es und wie funktioniert es?

Lerntherapie ist ein spezialisiertes pädagogisch-therapeutisches Angebot, das darauf abzielt, Kindern und Jugendlichen mit Lern- und Leistungsstörungen zu helfen. Diese Therapieform geht weit über traditionelle Nachhilfe hinaus und adressiert die tieferliegenden Probleme, die das Lernen erschweren. Lerntherapie kann bei verschiedenen Störungen wie Legasthenie (Lese-Rechtschreib-Schwäche) und Dyskalkulie (Rechenschwäche) angewendet werden und bietet individuell angepasste Strategien zur Bewältigung dieser Herausforderungen.

Die Rolle der Lerntherapie bei der Behandlung von Legasthenie und Dyskalkulie

Legasthenie und Dyskalkulie sind weit verbreitete Lernstörungen, die das schulische und oft auch das soziale Leben der Betroffenen stark beeinflussen können. Lerntherapie bietet spezielle Methoden und Techniken, um diesen Kindern zu helfen:

  • Legasthenie: Lerntherapeuten verwenden multisensorische Ansätze, bei denen visuelle, auditive und kinästhetische Reize kombiniert werden, um das Lesen und Schreiben zu verbessern. Techniken wie das „Visualisieren und Verbalisieren“ helfen den Kindern, Wörter besser zu erkennen und sich zu merken.

  • Dyskalkulie: Hier werden mathematische Konzepte spielerisch und praktisch vermittelt, um das Verständnis zu fördern. Häufig verwendete Methoden sind das Arbeiten mit konkreten Materialien wie Würfeln oder Abakus, um abstrakte Zahlen greifbar zu machen.

Erfahrungsberichte: Erfolgsgeschichten aus der Lerntherapie

Erfahrungsberichte zeigen eindrucksvoll, wie Lerntherapie das Leben von Kindern und ihren Familien positiv verändern kann. Ein Beispiel ist Lisa, ein Mädchen mit Legasthenie, die durch gezielte Lerntherapie ihre Lesefähigkeiten erheblich verbessern konnte. Lisas Eltern berichteten, dass sie nach einem Jahr Therapie nicht nur besser in der Schule abschneidet, sondern auch ein neues Selbstbewusstsein entwickelt hat.

Ein anderes Beispiel ist Tom, der an Dyskalkulie leidet. Durch die Lerntherapie lernte er, mathematische Probleme mit spielerischen Methoden zu lösen. Seine Fortschritte in der Schule und sein wachsendes Vertrauen in seine Fähigkeiten sind beeindruckende Belege für die Wirksamkeit der Lerntherapie.

Wie man den richtigen Lerntherapeuten findet: Tipps und Kriterien

Die Wahl des richtigen Lerntherapeuten ist entscheidend für den Erfolg der Therapie. Hier sind einige Tipps und Kriterien, die bei der Auswahl helfen können:

  • Qualifikation: Achten Sie darauf, dass der Therapeut eine entsprechende Ausbildung und Zertifizierung in Lerntherapie hat. Er sollte fundierte Kenntnisse in Psychologie und Pädagogik besitzen.

  • Erfahrung: Ein erfahrener Lerntherapeut hat bereits mit vielen verschiedenen Fällen gearbeitet und kann daher besser auf die individuellen Bedürfnisse Ihres Kindes eingehen.

  • Empathie und Geduld: Der Therapeut sollte einfühlsam und geduldig sein, um eine vertrauensvolle Beziehung zu Ihrem Kind aufbauen zu können.

  • Individuelle Ansätze: Ein guter Therapeut passt seine Methoden individuell an die Bedürfnisse Ihres Kindes an und verwendet eine Vielzahl von Techniken und Materialien.

Die Wissenschaft hinter der Lerntherapie: Aktuelle Forschung und Studien

Die Wirksamkeit der Lerntherapie wird durch zahlreiche wissenschaftliche Studien unterstützt. Eine Studie der Universität Hamburg zeigte, dass Kinder mit Legasthenie, die an einer Lerntherapie teilnahmen, signifikante Verbesserungen in ihren Lese- und Rechtschreibfähigkeiten erzielten. Ebenso belegten Forschungen an der Universität Bielefeld die positiven Effekte der Lerntherapie auf Kinder mit Dyskalkulie.

Diese Studien betonen die Bedeutung einer frühen Diagnose und Intervention. Je früher eine Lerntherapie beginnt, desto besser sind die Chancen auf langfristige Verbesserungen und Erfolgserlebnisse.

Lerntherapie für Kinder und Jugendliche: Wie sie bei Lernproblemen hilft

Lerntherapie ist speziell darauf ausgerichtet, Kindern und Jugendlichen mit verschiedenen Lernproblemen zu helfen. Hier einige häufige Anwendungsbereiche:

  • Lesen und Schreiben: Lerntherapeuten verwenden spezielle Programme und Techniken, um das Leseverständnis und die Schreibfähigkeiten zu verbessern.

  • Rechnen: Durch spielerische Ansätze und den Einsatz von Lernmaterialien wird das mathematische Verständnis gefördert.

  • Konzentration und Aufmerksamkeit: Techniken wie das Training von Aufmerksamkeitsspannen und die Entwicklung von Strategien zur Selbstorganisation sind oft Bestandteil der Therapie.

Tipps für Eltern: Wie Sie Ihr Kind zu Hause bei Lernproblemen unterstützen können

Eltern spielen eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung ihres Kindes. Hier einige praktische Tipps, wie Sie Ihr Kind zu Hause unterstützen können:

  • Geduld und Verständnis: Seien Sie geduldig und verständnisvoll gegenüber den Schwierigkeiten Ihres Kindes. Ein positives und unterstützendes Umfeld ist wichtig.

  • Routinen etablieren: Feste Lernzeiten und -orte können Ihrem Kind helfen, sich besser zu konzentrieren.

  • Lob und Motivation: Loben Sie Ihr Kind für Fortschritte, auch wenn sie klein sind. Positive Verstärkung kann die Motivation erheblich steigern.

Vergleich der Lerntherapie mit anderen pädagogischen Interventionen

Lerntherapie unterscheidet sich in mehreren Aspekten von anderen pädagogischen Interventionen:

  • Individuelle Anpassung: Im Gegensatz zur traditionellen Nachhilfe, die oft auf allgemeine Wissensvermittlung abzielt, geht die Lerntherapie gezielt auf die individuellen Lernschwierigkeiten ein.

  • Ganzheitlicher Ansatz: Lerntherapie betrachtet nicht nur schulische Leistungen, sondern auch emotionale und soziale Aspekte, die das Lernen beeinflussen.

  • Langfristige Ziele: Während Nachhilfe meist kurzfristige Erfolge anstrebt, zielt Lerntherapie auf nachhaltige Verbesserungen und die Entwicklung von langfristigen Lernstrategien ab.

Lerntherapie und ADHS: Wie sie Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung hilft

ADHS ist eine häufige Herausforderung, die das Lernen erheblich beeinträchtigen kann. Lerntherapie bietet spezielle Ansätze, um Kindern mit ADHS zu helfen:

  • Strukturierte Lernumgebung: Ein strukturierter und gut organisierter Lernraum kann die Konzentration verbessern.

  • Pausen und Bewegung: Regelmäßige Pausen und körperliche Aktivität helfen, überschüssige Energie abzubauen und die Aufmerksamkeit zu steigern.

  • Verhaltenstherapeutische Techniken: Diese Techniken unterstützen Kinder dabei, Selbstregulationsfähigkeiten zu entwickeln und besser mit ihren Impulsen umzugehen.

Zukunft der Lerntherapie: Neue Entwicklungen und Trends

Die Lerntherapie entwickelt sich ständig weiter und integriert neue wissenschaftliche Erkenntnisse und technologische Fortschritte. Hier einige Trends und Entwicklungen:

  • Digitale Lerntherapie: Der Einsatz von Apps und Online-Plattformen ermöglicht es, Lerntherapie flexibler und zugänglicher zu gestalten.

  • Neurofeedback: Diese Methode nutzt Gehirnwellenmessungen, um die Selbstregulation und Konzentration zu verbessern.

  • Interdisziplinäre Ansätze: Eine zunehmende Zusammenarbeit zwischen Lerntherapeuten, Lehrern und Psychologen führt zu ganzheitlicheren und effektiveren Therapieansätzen.

Fazit

Lerntherapie ist eine wertvolle und effektive Methode, um Kindern und Jugendlichen mit Lern- und Leistungsstörungen zu helfen. Durch individuelle Ansätze, wissenschaftlich fundierte Methoden und ein ganzheitliches Verständnis der Lernprozesse können signifikante Verbesserungen erzielt werden. Eltern, die diese Therapieform in Betracht ziehen, sollten sich gut informieren und einen qualifizierten Lerntherapeuten auswählen, um die bestmögliche Unterstützung für ihr Kind zu gewährleisten.

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Heike Müller - Lerntherapeutin für LRS (Lese-Rechtschreibschwäche) und Dyskalkulie (Rechenschwäche) in Hamburg