Lerntherapie Expertin-Tipps: So verbesserst du den Lernalltag von Kindern mit ADHS

Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) stehen oft vor besonderen Herausforderungen im Lernalltag. Als Lerntherapeutin mit langjähriger Erfahrung habe ich zahlreiche Methoden und Techniken entwickelt, um diesen Kindern zu helfen, ihren Schulalltag besser zu meistern. Hier sind meine Top 4 Tipps, um den Lernalltag von Kindern mit ADHS zu verbessern.

1️⃣ Klare Strukturen schaffen

Warum es wichtig ist: Klare Strukturen und Routinen sind für Kinder mit ADHS unerlässlich, da sie ihnen helfen, sich besser zu orientieren und den Tag vorhersehbarer zu gestalten. Ein strukturierter Tagesablauf kann den Stress reduzieren und eine stabile Lernumgebung schaffen.

Wie es funktioniert:

  • Tagesplan: Erstellen Sie einen detaillierten Tagesplan, der alle Aktivitäten und Aufgaben des Tages umfasst. Visuelle Hilfsmittel wie Plakate oder Kalender können hierbei sehr nützlich sein.
  • Routinen: Etablieren Sie feste Routinen für alltägliche Aufgaben wie Hausaufgaben, Mahlzeiten und Schlafenszeiten. Konsistenz ist der Schlüssel, um Sicherheit und Vorhersehbarkeit zu gewährleisten.
  • Transitionsrituale: Verwenden Sie Übergangsrituale, um von einer Aktivität zur nächsten zu wechseln. Dies könnte ein kurzes Lied, eine bestimmte Handlung oder ein Timer sein.

2️⃣ Kurze, fokussierte Lerneinheiten

Warum es wichtig ist: Kinder mit ADHS haben oft Schwierigkeiten, längere Zeit konzentriert zu bleiben. Kurze, fokussierte Lerneinheiten helfen, die Aufmerksamkeitsspanne optimal zu nutzen und Überforderung zu vermeiden.

Wie es funktioniert:

  • Zeitblöcke: Teilen Sie den Lernstoff in kleine Zeitblöcke von 10-20 Minuten auf. Zwischen den Blöcken sollten kurze Pausen eingeplant werden.
  • Ziele setzen: Setzen Sie klare, erreichbare Ziele für jede Lerneinheit. Dies hilft dem Kind, den Fokus zu behalten und ein Gefühl der Erfüllung zu erleben.
  • Aufgabenwechsel: Wechseln Sie regelmäßig zwischen verschiedenen Aufgaben und Fächern, um die Abwechslung zu erhöhen und Langeweile zu vermeiden.

3️⃣ Bewegungspausen einplanen

Warum es wichtig ist: Kinder mit ADHS haben oft einen hohen Bewegungsdrang und können ihre Energie schwer kanalisieren. Regelmäßige Bewegungspausen helfen, überschüssige Energie abzubauen und die Konzentration zu fördern.

Wie es funktioniert:

  • Kurze Pausen: Planen Sie alle 20-30 Minuten kurze Bewegungspausen ein. Diese können aus einfachen Übungen wie Strecken, Springen oder kurzen Spaziergängen bestehen.
  • Bewegungsspiele: Integrieren Sie Bewegungsspiele und sportliche Aktivitäten in den Tagesablauf. Dies kann auch spielerisch erfolgen, z.B. durch Bewegungsspiele oder Tanzpausen.
  • Outdoor-Aktivitäten: Nutzen Sie die Vorteile von Outdoor-Aktivitäten. Frische Luft und natürliche Umgebung können beruhigend wirken und gleichzeitig die körperliche Aktivität fördern.

4️⃣ Positive Verstärkung nutzen

Warum es wichtig ist: Positive Verstärkung motiviert Kinder, gewünschtes Verhalten zu wiederholen. Durch Lob und Belohnungen wird das Selbstvertrauen gestärkt und die Motivation gefördert.

Wie es funktioniert:

  • Lob und Anerkennung: Loben Sie das Kind für seine Anstrengungen und Fortschritte, nicht nur für die Ergebnisse. Dies stärkt das Selbstwertgefühl und die Bereitschaft, sich weiter anzustrengen.
  • Belohnungssysteme: Entwickeln Sie ein Belohnungssystem, bei dem das Kind für das Erreichen von Zielen kleine Belohnungen erhält. Dies kann durch Sticker, Punkte oder eine besondere Aktivität erfolgen.
  • Ermutigung: Ermutigen Sie das Kind kontinuierlich und bieten Sie emotionale Unterstützung. Zeigen Sie Verständnis für die Herausforderungen und feiern Sie gemeinsam die Erfolge.

Fazit

Der Lernalltag von Kindern mit ADHS kann durch klare Strukturen, kurze Lerneinheiten, regelmäßige Bewegungspausen und positive Verstärkung erheblich verbessert werden. Diese Strategien helfen nicht nur dabei, die Konzentration und das Lernen zu fördern, sondern stärken auch das Selbstvertrauen und die Motivation des Kindes. Durch die Anwendung dieser Tipps können Eltern und Lehrer eine unterstützende und förderliche Lernumgebung schaffen, die den individuellen Bedürfnissen der Kinder gerecht wird.

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Heike Müller - Lerntherapeutin für LRS (Lese-Rechtschreibschwäche) und Dyskalkulie (Rechenschwäche) in Hamburg